Constructeur d’avenir Mir maachen Zukunft

OGBL = gute Arbeitszeiten

Mehr Zeit für sich und die Familie

2016. Der gewerkschaftliche Widerstand hat sich gelohnt. Der OGBL konnte den Angriff der Arbeitgeberverbände auf die gesetzlichen Arbeitszeiten nicht nur erfolgreich abgewehren, sondern ein besseres Gesetz durchsetzen.

2018. Der OGBL, die Arbeitgeberverbände und der Arbeitsminister finden eine Einigung über die Arbeitszeitkonten. Ein Gesetzesvorhaben, das die Interessen der Arbeitnehmer respektiert, wird eingebracht.

Anstelle der vom Patronat geforderten totalen Flexibilisierung und Deregulierung der Arbeitszeiten setzt der OGBL u.a. die Mitbestimmung des Personals bei den gleitenden Arbeitszeiten und eine bessere Überstundenregelung durch.

2019-2024. Die Zukunft der Arbeitszeit liegt in unseren Händen. Mehr Lebensqualität durch bessere Arbeitszeiten ist keine Utopie. Aber es gibt auch die Gefahr der verlängerten, von der Arbeitgeberseite fremdbestimmten und salariatsfeindlich flexibilisierten Arbeitszeit.


Der OGBL hat im Interesse aller Arbeitnehmer einen Aktionsplan „Arbeitszeiten 2019-2024“ aufgestellt, der die folgenden Schwerpunkte beinhaltet:

1. Verteidigung der aktuellen Gesetzgebung über die Arbeitszeiten gegen jegliche Angriffe der Arbeitgeberseite oder der Politik.

Von der Regierung wird erwartet, dass das positive Gesetzesvorhaben über die Arbeitszeitkonten zügig zur Abstimmung im Parlament gebracht wird.

3. Die 6. Urlaubswoche soll über Gesetz verallgemeinert werden.

Der OGBL hat mit der Ankündigung der neuen Regierung einen 26. gesetzlichen Urlaubstag sowie einen zusätzlichen Feiertag einführen zu wollen, einen ersten Erfolg errungen. Dies ist ein erster Schritt in die richtige Richtung, weitere müssen folgen.

4. Innovative Arbeitszeitmodelle im Interesse einer besseren work-life-balance sollen über den Weg von Kollektivverträgen oder von branchenübergreifenden Abkommen entstehen.

5. Im Rahmen solcher innovativer Arbeitszeitmodellen sollen Arbeitszeitverkürzungen mit vollem Lohnausgleich gefördert werden.

6. Homeoffice- und Telearbeit muss besser geregelt werden – durch ein zwischen den Sozialpartnern ausgehandeltes Abkommen oder über den gesetzlichen Weg.

7. Dasselbe gilt für die Einführung eines Rechts auf Abschalten.

8. Die unfreiwillige Teilzeitarbeit, die in erster Linie Frauen trifft, soll zurückgedrängt werden. Gleichzeitig soll ein Recht auf Teilzeitarbeit mit Rückkehrrecht auf Vollzeitarbeit eingeführt werden.

9. Der OGBL wendet sich gegen die Liberalisierung der Ladenöffnungszeiten. Eine zusätzliche Flexibilität darf nur über den Weg der Verhandlung mit der Gewerkschaft, im Rahmen eines Branchenkollektivvertrags für den Sektor Handel erfolgen, damit die Arbeitnehmer im Gegenzug das Recht auf Mitbestimmung ihrer Arbeitszeiten und Entlohnungsbedingungen bekommen.

10. Nachdem er bereits in vielen Kollektivverträgen Einzug
gehalten hat, soll der Sozialurlaub gesetzlich verallgemeinert
werden.

11. Generell gilt: variable Arbeitszeiten verlangen nach einer besseren Planbarkeit der Arbeitszeit, einer sachgerechten Entlohnung oder Freizeitkompensation der Überstunden, einem guten Schutz gegen zu
hohe Arbeitsbelastung
und Arbeitsintensität. Auf der Tagesordnung stehen ebenfalls bessere Regelungen der Abrufbereitschaft.