Constructeur d’avenir Mir maachen Zukunft

OGBL = Verteidigung der öffentlichen Schule

Nur die öffentliche und kostenlose Schule, die Kinder aufnimmt, ohne sie nach sozialem Status, kultureller Herkunft oder religiöser Überzeugung zu trennen, kann die notwendigen Grundlagen einer demokratischen und solidarischen Gesellschaft schaffen. Deswegen muss der schleichende Trend zur Privatisierung der Bildung bekämpft werden.

Diese äußert sich im Wettbewerb der Schulen, in einer Bewertungslogik zur Messung der „Leistung“ von Schulen und Lehrern (Steuerung durch Zielvorgaben, Schulentwicklungspläne usw.) oder in der Entwicklung internationaler Schulen, deren Programme im Ausland von privaten Anbietern entwickelt werden. Diese Entwicklungen tragen zu einem Anstieg der Privatschulen bei und können die sozialen Ungleichheiten verstärken und den sozialen Zusammenhalt in Zukunft untergraben. Die politischen Entscheidungsträger müssen die öffentliche Schule unterstützen, indem sie dieser gefährlichen Entwicklung ein Ende setzen und indem sie ihr die notwendigen Mittel zur Verfügung stellen.

Die Mehrsprachigkeit verteidigen. Der OGBL betrachtet Mehrsprachigkeit als eines der Reichtümer des Landes. Wir dürfen diesen Vorteil nicht verlieren, indem wir Unterricht in nur einer Sprache anbieten, was ein echtes Risiko der Ghettoisierung in sich birgt. Es ist daher notwendig, weiterhin Französisch, Deutsch und Englisch auf hohem Niveau zu unterrichten und gezielte Unterstützungsmaßnahmen für Kinder mit Problemen in der einen oder anderen Sprache anzubieten.

Einen gemeinsamen Basislehrplan (tronc commun) für die berufliche Erstausbildung einführen. Der OGBL schlägt vor, für alle Technikerausbildungen, die es erlauben, die ersten zwei Ausbildungsjahre in Form eines „Tronc commun“ zusammenzulegen. Jede zu frühzeitige und zu weitgehende Spezialisierung kann später die Chancen der Schüler auf dem Arbeitsmarkt einschränken.